Ausgedehnte Spaziergänge adé?

Der Willkür – naja, er war bloß burschikos – einer Baumschule in Bad Zwischenahn haben wir es zu verdanken, dass unsere große Runde nun nochmals überdacht werden muss. Seit nunmehr zwei Jahren gehen wir sie täglich mit und ohne Hund. Nun jedoch soll sie, wenn wir sie weiterhin gehen, zur psychischen Belastung werden?

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Gestern werden wir nämlich rüde vertrieben. Mit diesem Menschen, der uns auf unserem Spaziergang begegnet und der sich uns auch nicht vorstellt, lässt es sich nicht reden. Er beruft sich auf ein Schild, dass vor dem Betreten des Weges, auf einer Seite montiert wurde, auf dem steht, dass man das Gelände nicht betreten darf. Hätte dieser unfreundliche Herr das auch mit Nachbarn, die er kennt, so gehandhabt? Er stellt sich uns drohend  in den Weg und fuchtelt herum – ich glaube, wenn ich weitergehe, wird er handgreiflich. Ich fühle mich bedroht. Aber um Handgreiflichkeiten oder Beschimpfungen aus den Weg zu gehen, drehen wir um.

Selbstverständlich führen wir unseren Hund immer an der Leine. Seine Hinterlassenschaften werden mittels Beutel beseitigt. Wir benehmen uns nicht wie Vandalen aber werden von ihm so behandelt.

Nur die umliegende Nachbarschaft frequentiert diesen Weg, um von A nach B zu kommen. Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich angepflanzte Bäume.

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Das ist der Weg im Winter

Durch sein Schild befindet er sich im Recht und wir müssen 300 Meter vor unserem Zuhause abdrehen und zurückgehen.

Die Frage, warum das plötzlich so vehement gehandhabt wird, erschließt sich uns nicht. Für eine einträchtige und friedliebende Nachbarschaft stelle ich mir durchaus vor, dass man über diesen breiten Weg gemütlich seinen Abendspaziergang machen darf. Zumal wir durch das Hindurchschlendern nichts beschädigen, nichts abnutzen und die gepflanzten Bäume zu keinem Zeitpunkt bedroht sind.

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Ganz Bad Zwischenahn ist überwiegend mit Baumschulen durchzogen. Überall gehen Wege hindurch, die genutzt werden – ja genutzt werden müssen. Unvorstellbar, wenn man das nicht könnte.

Sehr befremdlich, sich gegenüber der direkten Nachbarschaft so zu verhalten. Ich habe keine Ahnung, welche Laus diesem Menschen über den Pelz gelaufen ist. Ich weiß  zudem auch nicht, wem wir da genau begegnet sind.

Unser schönes Wochenende endet damit im Desaster.

Mein lieber Göttergatte kann es nicht verstehen, dass ich verärgert bin. Es ist anstrengend für mich, meinen Ärger für ihn zu verbergen. Zuhause angekommen, ziehe ich mich daher zurück und das einzig, freie Wochenende ist mehr oder weniger damit gelaufen.

Inzwischen bin ich nicht mehr verärgert, aber die Enttäuschung über dieses respektlose Verhalten bleibt. Zum Glück ist unsere unmittelbare Nachbarschaft rundum freundlich und herzlich. Die Gewissheit, eine liebevolle und füreinander einstehende Nachbarschaft zu haben, tröstet über unliebsame Zeitgenossen, wie diesen Herren, gottlob hinweg.

Passieren solche Dinge eigentlich nur uns?

Nachtrag: Inzwischen tun sich Neuigkeiten auf, denn unseren Nachbarn haben wir natürlich auch von dem Vorfall erzählt. Anscheinend hat man diesen Herren verärgert, weil wohl einige seiner Sträucher gestohlen wurden. Zudem fahren in der Nacht Autos durch – wohl um der „Rennleitung“ nicht gerade angetüchtert über den Weg zu la…. fahren. Naja, damit ist dann für uns auch zu verstehen, warum er  Verbotsschilder aufstellt. Mich würde das auch nerven.

Trotzdem, nur redenden Menschen kann geholfen werden. Selbstverständlich profitiert Meister Eder von unseren Streifzügen. Sehen wir verdächtige Gestalten, würden wir sie vertreiben oder ihm zumindest bescheid geben.

Ich nutze nun die Hälfte der Strecke des Weges, um mit Hundi die Runde zu drehen. Die ist nämlich an eine andere Baumschule verpachtet und unterliegt keinem Verbotsschild. Sein Gebiet vermeide erst einmal.

Es ist immer gut, wenn man weiß, warum etwas geschieht. Alles wird gut 😉

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