Der eigene Tatort „Für immer dich“

Ein Blogger, Namens Molefran hat mich mit seinen Artikeln inspiriert, doch einmal die eigene Katze aus dem Sack zu lassen. Mir ist es inzwischen auch egal, wer es liest.

Molefran hat schon vor einiger Zeit in seinem Blog darüber erzählt, dass seine Freundin mehrmals vergewaltigt wurde… Und nun hat sie wieder so einen Scheiß erleben müssen, dass ihr so ein Typ zu nahe gekommen ist und sie begrapscht hat. Unglaublich, was uns als Mädels und Frauen, Jungen ja auch, alles passiert! Es ist noch nicht einmal möglich, so etwas nüchtern zu betrachten oder sachlich zu erklären. Sind wir eigentlich nur Freiwild? Sind wir Frauen sowie all die Kinder nur sinnlos und für bestimmte Männer beliebig gebrauchsfertig? Ich kotze so langsam, meine Wut ist so unbändig und das seitdem ich knappe 5 Jahre alt geworden bin. Was bildet ihr euch eigentlich ein? Es reicht so was von… und ich ahne, das alles kann ich auch der Parkuhr erzählen, es wird eh nichts bewirken… wer ließt schon Probleme und diese Spezies von Männern schon gar nicht. Alle wollen doch immer wieder nur Positives lesen und darüber glücklich sein…

Mir reicht es jetzt – ich bin nunmehr *überleg… ich glaube, egal, halt über 50 Lenzen alt und mir ist es aktuell auch wieder fast passiert! Man merkt es vorher schon, diese typischen Pfauen, die sich aufplustern, um auf sich aufmerksam machen zu wollen. Der Mann einer „vertrauten Person“ (sie tut mir so leid) ist so ein Typus Idiot und Grapscher. Er ist von sich so was von überzeugt – das einem sein Geseier sofort auf den Geist geht. Innerlich könnte ich abkotzen (tue ich auch), wenn man diesen selbstverherrlichten Mist wahrnehmen muss und noch nur darüber lächeln darf. Das MUSS ist ausschlaggebend. Meine „vertraute Person“ gibt sich Mühe, will mir alles Recht machen und er spielt sich schön vor mir auf, als ob es nichts anderes gäbe, außer ihn. Als ob ich auch nichts anderes im Sinn hätte, als auf ihn zu fliegen. Jaaaa, ich warte ja schon soooo lange auf DICH. 🤢 Ich mag meine „vertraute Person“ nicht kompromittieren, daher lächle ich nur betreten über seine Ausführungen und Darstellungen und bleibe verbindlich und anständig. Darüber das ich freundlich bleibe, ist „er“ schon entzückt und macht sich wahrscheinlich Hoffnung. Eigentlich müsste ich ihm aus dem Stand ein in die Fr…e hauen. Und glaubt es mir, ich möchte es so gerne einmal tun, wenn mein bescheuerter Anstand es nicht verbieten würde. Das wäre so ein unendlicher Befreiungsschlag…

Ich kann es nicht mehr hören, jeden Tag höre und lese ich von Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Gewalt, Quälerei, Missbrauch von Frauen… ich sehe es überall im Fernsehen. Spinnt ihr eigentlich nur noch? Das kann doch nicht der Mainstream eines jeden Krimis sein, damit dieser interessant wirkt, oder?!

Der Mann mit Hut im Lodenmantel

Meine erste Begegnung Mann im Lodenmantel und erigiertem Glied fand statt, als ich 1968, ich war gerade 4 Jahre alt (unglaublich, dass das 1968 war – ich habe gerade das Bild dazu gefunden) – einen Urlaub mit meinen Eltern in Winterberg verbrachte .

1968 in Winterberg

Anfassen sollte ich das Ding… ich weiß es nicht mehr genau, aber ich habe es wohl nicht getan und ich bin weggerannt – das weiß ich allerdings noch genau. Nur nach dieser Begebenheit änderte sich alles für mich, meinem Leben und für mein Umfeld. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schnell man dadurch erwachsen wird. Mit meinen Eltern sprach ich darüber nie!

Der väterliche Klaps auf den Po wird zum Problem

Schon allein der väterliche Klaps auf meinem Po war für mich seitdem unerträglich. Mein Vater verstand es natürlich nicht, warum ich mich darüber so echauffierte. Für ihn fühlte sich das wie ein persönlicher Angriff an… ich konnte es nicht unterdrücken. Mir auf den Po zu hauen, fühlte sich für mich an, wie eine Abwertung meiner selbst – übrigens bis zum heutigen Tag. Mein Mann darf das auch nicht tun.

Der Schulweg

Und ich erlebte Übergriffe, wie die in Winterberg, noch soo oft. Auf meinem Schulweg zum Beispiel (das erste Jahr nach der Grundschule). Da stand immer so ein bärtiger, dunkler Typ im Anzug in der Unterführung. Er sprach mich, in der Hand eine Gebetskette drehend, als Schulkind auf Sex an und ob ich denn nicht mit ihm gehen wolle… Es war so unangenehm für mich, ständig stand der Idiot da… ich versuchte ihm immer auszuweichen oder mich unsichtbar zu machen. Trotzdem blieben die Begegnungen mit ihm unzählig. Doch als Kind machst du da gar nichts. Zumal nicht zu dieser Zeit! Ich glaube das war so 1976 herum. Mit wem hätte ich sprechen können? Mit meinen Eltern ganz sicher nicht! Die hätten mir gleich wieder vorgeworfen, dass es meine Schuld sei – ich mit meinem Aussehen und Verhalten ja geradezu auffordere… anderes Thema, irgendwann mal.

Urlaub auf dem Reiterhof

Dann mein Lieblingsurlaub auf Langeoog. Es kostet mich Überwindung, darüber überhaupt zu schreiben. Das war schon eine harte Nummer und ich habe nichts gemacht – bin passiv geblieben und ich ließ es über mich ergehen. Verdammt! Ich gebe mir bis dato sogar die Schuld dafür. Der Typ, Stallbursche vom Reiterhof, ging mir richtig an die Wäsche und befummelte mich. Gottlob blieb es beim befummeln. Wir verbrachten vier Wochen auf dem Reiterhof unseren Urlaub. Für „mein“ Lieblingspferd ließ ich mich befummeln. Denn dafür legte er mir den roten Teppich aus. Ich durfte jeden Tag das schönste und größte Pferd reiten. Ich war so was von erpressbar. Nach zwei Wochen durfte ich jeden Tag alle Pferde früh morgens von der Koppel holen und die Ausritte mit den Touristen antreten. Für mich war das die Krönung, denn ich hatte „mein“ Pferd und das Vertrauen des Reitstalles, alles richtig zu machen. Meine Eltern waren aus dem Häuschen, denn sie hatten es bis dahin nicht erlebt, dass ich um halb sechs schon auf der Koppel stehe, um die Pferde reinzuholen. Ich hatte meine Aufgabe, in der ich aufgegangen bin… wenn da nicht dieser ekelige Typ gewesen wäre. Ich prostituierte mich für „mein“ Pferd und meiner Lieblingsaufgabe und das werfe ich mir heute noch vor.

Schwanger

Eigentlich hat das Dilemma erst richtig angefangen, als ich aus dem Internat zurück kam. Ich bin von einem Tag auf den anderen rausgeflogen! Ich konnte diesen Scheiß da nicht mehr länger ertragen! Es war mal mein Wunsch, ins Internat zu gehen – denn das ist mir alles lieber gewesen, als den Mist zu Hause zu erleben. Ich versagte trotzdem auf ganzer Linie und brannte da schon mit einem Typ mit Motorrad durch, der mich letztendlich schwängerte. Na – zerbricht gerade die saubere Welt in euch? Ich kann es leider nicht ändern. Ich war knappe 12 Jahre alt, als ich nach Holland fuhr, um das Kind abtreiben zu lassen – Scheiße! Gute Entscheidung, denn das wäre so was von schief gegangen! Meine Eltern wurden in ihren Ansichten bestätigt, ich war und bin halt doch nur ein Adoptivkind mit asozialen Eltern (wie oft ich mir das anhören musste)! Ja t’schuldigung, dass ich, ich bin! Ja war blöd, hätte mir nicht passieren dürfen, aber es ist mir halt passiert. Auch nicht freiwillig, ich habe einfach nachgegeben, um den Abend irgendwie abschließen zu können – denn mit einem Nein hätte ich unweigerlich Ärger heraufbeschwört – so konnte ich die Nacht wenigstens noch bei ihm verbringen. Ich wusste, mit dem nächtlichen Ausbleiben, war es das auch mit Internat – ein Zurück wird es nicht mehr geben. Ich kam mir vor, wie eine Versagerin! Ja, ich bin ein Idiot und mehr als dämlich gewesen! Auf jedem Fall war ich damit endgültig raus aus dem Sauberinternat mit Hubschrauberlandeplatz für all die reichen Zöglinge, die zum Wochenende abgeholt wurden.

Der eigene Tatort

Aber nun zu dem Tatort – man ist das alles hochgekocht in mir. Nun schreibe ich es doch runter und veröffentliche es. Vielleicht hilft es Frauen und Mädels, die Ähnliches erleben und es vorweg noch abwenden können. Keine Ahnung wem es hilft. Ich schreib den Mist jetzt runter und befreie mich ein wenig von gewissen Altlasten, die in mir toben. Und das ist noch längst nicht alles in Bezug auf Erfahrungen mit Männern! Aber es ist zum Glück nun eine sehr lange Zeit her… außer die Begebenheit mit diesem Individuum Mann meiner „vertrauten Person“. Vielleicht steht er für alle, die mir zu nahe getreten sind und ich werde doch ausfallend oder gar handgreiflich?

Schwere sexuelle Nötigung – und sonst so?

Ein brisantes und zugleich ambivalentes Thema, wenn man es selbst erlebt hat, egal von welcher Seite man es betrachtet. Es geht um den vergangenen und doch noch aktuellen Tatort „Für immer und dich“, eine 15-Jährige brennt darin mit einem älteren Mann durch.  Könnt ihr euch vorstellen, dass mich dieser Schauspieler (es war ja nur seine Rolle) seitdem richtig anwidert? Er dürft sich mir nicht nähern! Ein Rechtsanwalt referierte direkt danach über den Film und bezeichnete diese Konstellation als schwere sexuelle Nötigung. Hm, ich lasse es mal so stehen. Bewusst wird es mir nicht so ganz. Sie hätte doch NEIN sagen können – nein, hätte ich auch nicht…

Ich erinnere mich an meinen Fall, der vor 40 Jahren einen ganz anderen Stellenwert hatte und überhaupt nicht nach den heutigen Maßstäben beurteilt wurde…

Als 13-Jährige fühlt man sich so erwachsen, wenn ein älterer Mann Interesse bekundet. Wenn die Eltern dann noch mitspielen, dann genießt man als 13-Jährige eine immense Freiheit und quasi Immunität. Denn er passt ja auf, er kann ja denken und Verantwortung übernehmen. Es entspannt wohl auch familiäre Situationen. Insbesondere dann, wenn die Kleine in Augen der Erziehungsberechtigten nicht kompatibel ist und unerwünschte Verhaltensauffälligkeiten aufzeigt. 

Sie ist 13 Jahre alt, als sie ihren 22 Jahre alten Freund kennen lernt. Eine zufällige Bekanntschaft, denn sie sieht in diesem Moment nur das tolle Motorrad, auf dem er sitzt. Er passt überhaupt nicht in ihr Beuteschema. Sie empfindet ihn als unattraktiv und gar nicht up to date. Sie lässt sich trotzdem von ihm anquatschen und letztendlich geht sie auf ihn ein. Denn dadurch ergeben sich für sie erhebliche Vorteile, die sie händeringend sucht und damit zufällig findet. Ihr Elternhaus ist nämlich eine einzige Katastrophe. Keiner will sie verstehen, ständig dieser Streit, sie findet kaum Entfaltungsmöglichkeiten, stößt bei jedem Versuch auf das Unverständnis ihrer konservativen Eltern. Vieles was sie tut und angeht, wird mit Vorwürfen quittiert. Sie war halt nie repräsentativ für die Oberlehrerin der Stadt. Die familiäre Situation empfindet sie als unerträglich, sie fühlt sich massiv eingeengt. 

Nach anfänglicher Skepsis, geben ihre Eltern nach und akzeptieren ihn als Freund. Nun darf sie als Frühpubertierende bis spät abends raus und muss sich nicht ständig erklären, wohin sie geht. Schnell ist sie in seiner Clique aufgenommen, am Wochenende geht es regelmäßig auf Motorradtour oder man trifft sich mit der Clique auf diverse Feten. Nun kann sie sich so kleiden, wie sie es mag, Jeans und Lederjacke findet sie voll cool. 

Wenn da nicht der Sex wäre, aber sie muss sich dem hingeben, ansonsten verliert sie ihre Freiheit der weiten Welt und muss zurück in das langweilige, altbackene Gefängnis Elternhaus. So gibt sie seinen sexuellen Wünschen nach, obwohl es sie anwidert. Sie lässt sich auch angewidert darauf ein, mit ihm und seiner Clique Pornofilme zu schauen. Sie muss es erdulden, dass er sie nackt fotografiert (ob es die Fotos noch gibt?). Manchmal macht der Sex mit ihm auch Spaß – sie lernt von ihm alles über sexuelle Entfaltungsmöglichkeiten . Doch Liebe empfindet sie für ihn nicht. Sie ist lediglich von ihm abhängig. 

Über den Altersunterschied spricht niemand. Ihr Eltern haben ihn akzeptiert und seine Eltern sind froh, dass er endlich mal eine längere Beziehung führt. Ihre Patentante aus christlichem Hause allerdings distanziert sich für immer. 

Die Beziehung hält fast zwei Jahre. Als die Beziehung auseinander bricht, versucht sie sich mit Schlaftabletten das Leben zu nehmen. Ihr Vater findet sie noch frühzeitig.  Nach dem Krankenhausaufenthalt bleibt ihr Selbstmordversuch unbeachtet – eine psychologische Unterstützung bleibt aus. Wenig später eskaliert die Situation zu Hause, ihre Eltern schalten das Jugendamt ein. 

Für sie bedeuten die nun folgenden Konsequenzen wieder nur das kleinere Übel. Denn es wird beschlossen, sie kommt in ein Heim für schwer erziehbare Kinder und genießt dadurch nun wieder Freiheit. Denn alles ist besser, als bei ihren Eltern und ihren Vorwürfen sein zu müssen. Die Kids, mit denen sie nun zusammenlebt, kommen allesamt direkt aus Familien mit alkoholabhängigen Eltern oder aus prügelnden Familienverhältnissen oder halt beides. Zwei Jahre hält sie die Abgründe menschlichen Daseins aus und kann im Alter von knappen 17 Jahren in eine eigene Wohnung ziehen. 

Ihren Eltern verzeiht sie das Abschieben in ein Heim nicht. Für ihre erzwungene Freiheit bleibt sie dankbar.  Ende der Geschichte.

Die Spätfolgen Heim, Erfahrungen mit Männern und ihre individuellen Lebenserfahrungen wird sie jedoch noch in den folgenden Jahren einholen.

Nachworte

Nein, ich fühle mich nicht als Opfer – es ist halt passiert und nicht mehr zu ändern. Aber wenn das alles nicht so verlaufen wäre… hätte meine Seele wahrscheinlich deutlich eher den ersehnten Frieden gefunden und ich müsste diese Vergangenheit nicht mein Leben lang in mir herumschleppen.

Inzwischen bin ich lebensbejahend, zufrieden und mit meiner Situation einverstanden. Ich lebe auf einem schönen Hof mit meinem Ehemann und Hund und mir bereitet das Leben durchaus Spaß. Wenn es da nicht innen drin brodeln würde. Ich denke, mein Mann versteht, was in mir tobt. Trotzdem auch ihm gegenüber fühle ich mich schuldig. Denn er kann auch nicht frei mit mir umgehen. Ich fühle mich bis zum heutigen Tag schnell bedrängt. Und das muss man als Mann an meiner Seite kapieren und aushalten, darüber bin ich alles andere als glücklich.

Wenn man so etwas preisgibt, dann ist der Gedanke immer präsent, dass mein Umfeld mich dafür verachtet und ich in ihrer Achtung deutlich sinke. Jetzt könnte ich sagen, egal – wer mich damit nicht mehr mag, der soll bleiben wo der Pfeffer wächst. Aber die Menschen, dazu gehöre ich halt auch, wollen geliebt werden. Sie wollen nicht zum Abschaum der Gesellschaft werden… Sie schämen sich massiv – das hätte schließlich alles nicht passieren dürfen! Viele schweigen aus diesem Grund ein Leben lang.

Mein bitterer Beigeschmack „Männer“ bleibt bis zum Lebensende!

Wie mag es für all die Frauen und Kinder sein, die im Krieg und unter totalitären Systemen Grausamkeiten, Mord, Folter und Vergewaltigung erfahren mussten? Im Vergleich zu ihnen sind meine Erlebnisse nur ein Fliegenschiss dagegen…


4 Kommentare zu „Der eigene Tatort „Für immer dich“

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  1. Liebe Angela,
    so wie du über deine Erlebnisse zu schreiben erfordert ungmein Mut. Das war sicher nicht leicht für dich.
    Es tut mir leid zu hören, dass so viele Männer in deinem jungen Leben deine Umstände und dein Bedürfnis aus dem Adoptiv-elterlichen Gefängnis auszubrechen, so ausgenutzt haben.

    Ich frage mich auch, ob es so gut ist, im Sinne der „guten Stimmung“ über für einen selbst unangenehme Situationen hinwegzulächeln. Auf der anderen Seite ist jedes Anzeigen solcher Situationen einfach mit einem sehr großen Risiko verbunden. Und genau das ist ja das Perfide und genau daran zeigt sich, wie gut die Rape Culture funktioniert und wie tief sie in uns drin steckt: wir lassen uns lieber weiter und weiter begrapschen, weil wir ansonsten gesellschaftliche Ausgrenzung riskieren.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass du einen Weg findest, wie du dem Mann deiner „vertrauten Person“ Grenzen aufweisen kannst und dass das akzeptiert wird.

    Alles Liebe ❤

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    1. Vielen Dank für deine lieben Worte! Die Rape Culture funktioniert perfekt und überall, wenn man sich mal umschaut. Manchmal wünsche ich mir eine Burka, dahinter kann ich mich verstecken. Das die Trägerinnen sich darin sicherer fühlen, wundert mich daher nicht. Ich hoffe, dass ich mich mit dem aktuellen Typ täusche, das wäre der einfachste Weg. Ich bin jedoch darauf vorbereitet. 😉 Aber was aktuell viel wichtiger ist: der Winter geht, die Sonne kämpft, die Blätter werden schon grün und bald ist es wieder Sommer 🙂 Bis bald 👋 liebe Grübel-Eule 🙂

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  2. Zum Glück sind nur ein Bruchteil der Männer so beschissen. Sie alle über einen Kamm scheren, das kann man daher getrost an acta legen. Ich nehme mir das heraus, weil ich vorsichtig sein muss. Gerade wenn ich ausgelassen und fröhlich bin, passieren nämlich solche Dinge. Ich habe mich oft gefragt, ob ich einfach zu vertrauensselig bin. Ich gebe aber diesen Bedenken wenig Raum, damit ich mich nicht selbst eingrenze. Deine Frau / Freundin hat nur die Möglichkeit, es auf irgendeine Weise zu verarbeiten. Vielleicht sollte sie es auch aufschreiben. Es braucht ja nicht in die Öffentlichkeit – mir hat das bloße Aufschreiben für mich selbst schon sehr geholfen. Was macht sie aktuell jetzt mit dem Fall? Wird sie ihn anzeigen, oder ist er danach auf und davon? Wir zeigen es ja nicht an, weil wir es zu belanglos oder kompromittierend empfinden, wenn uns einer angrapscht… wie widersinnig…. Für mich ist es im Nachhinein wichtig geworden, das alles nicht unter den Teppich fallen zu lassen. Es immer wieder für mich herauszuholen und zu verarbeiten. Nur so kann ich mich von meinen Altlasten nach und nach befreien – wenn gleich etwas davon übrig bleiben wird.

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  3. Ich weiß nicht, ob ich darauf stolz sein soll, dich dazu „inspiriert“ zu haben. Mich hat es nur angekotzt, was Männer sich teilweise heraus nehmen und manchmal schäme ich mich dafür ein Mann zu sein, obwohl ich nichts dafür kann.

    Du hast Recht. Es wird nichts ändern. Sieht man ja auch an der #metoo Debatte. Hört man noch etwas davon: Nein. Das Interesse daran ist wieder erloschen. Zumindest mein empfinden.

    Für meine Freundin bedeutete es Retraumatisierung. Für mich zum Beispiel, dass ich sie im Moment nicht einmal mehr normal wecken kann, ohne das sie gleich panisch reagiert. Das macht mich wütend und traurig und alles zu gleich.

    Für mich wirf es auch Fragen auf wie Zivilcourage, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das niemand mitbekommen hat.

    Ich finde es jedenfalls gut, dass du das hier geschrieben hast.

    Gefällt 1 Person

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