Über Politik redet man nicht

Das haben mir meine Eltern schon gepredigt. Es würde Freundschaften und Familie zerstören. Und im Berufsleben sei Politik mehr als kontraproduktiv. Gebetsmühlenartig ist mir das eingebläut worden. Daran gehalten habe ich mich insbesondere im Berufsleben. Denn ich wollte meine Stelle ja nicht unbedingt riskieren. Die Menschen werden ja, wenn’s um Politik geht, recht komisch. 

Heutzutage sieht das Ganze etwas anders aus. Politische Statements werden ja inzwischen und gerade weil es soziale Medien gibt, überall gepostet. Schnell wird einem klar, wen man eher meiden sollte. Ja, ich meide durchaus, schmeiße auch gnadenlos von der Freundschaftsliste oder ich rücke gerade und das deutlich. Nämlich dann, wenn ich unsere Demokratie durch idiotische Meinungsmache gefährdet sehe. Und davon gibt es eine ganze Menge. Die Entwicklung zeigt deutlich, welche beängstigenden Ausmaße radikale Gesinnungen inzwischen bekommen haben. 

Inzwischen gibt es keine politischen Posts mehr, die nicht von Störern aus der radikalen Szene unterwandert werden. Kein Statements von Otto- Normalverbrauchern bleiben unkommentiert. Oftmals wird man beschimpft und beleidigt… rein aus dem Grund, eine vernünftige Konversation zu stören und Tatsachen sowie Meinungen zu verdrehen. Kurz und bündig, zu verwirren. Und das erlebt man nicht mehr nur bei Facebook und Twitter. Auch unter Artikeln der angesagten Medien wird erheblich gestört und ein politischer Diskurs ist kaum noch möglich. 

Daher ist die Frage durchaus berechtigt, was passiert ist, dass wir nicht mehr in der Lage sind, kultiviert und respektvoll miteinander umzugehen. 

Ich bin der Meinung, dass wir im zwischenmenschlichen Miteinander inzwischen völlig versagen. 

1E9 wird kaum jemand zuordnen können. Spielt auch jetzt nur eine untergeordnete Rolle. Ich komme darauf, weil ich da einen äußerst interessanten Artikel über Japan gelesen habe, gerade weil es in dem Artikel um die Mentalität der Japaner geht. Und dieser Artikel ist für mich sehr nachhaltig. Es macht mich traurig, denn ich merke, was wir verloren haben oder auch nie hatten. In dem Artikel heißt es über die Gesellschaft Japans: „„Marktgeschrei“ gilt in einer gruppenorientierten, auf Harmonie ausgerichteten Gesellschaft als angeberisch, individualistisch und egozentrisch.“
Japan ist uns mit ihrer dezenten Zurückhaltung meilenweit überlegen!

Ein schwarzer Kopf mit Schlangen oder Dreadlocks als Haare. Gefunden in Konstanz über einem Friseurladen.


Ich bin mir sehr sicher, dass wir mit dem „Aufmerksamkeitsdefizit“ verseucht sind. Hate-Speech, Anschläge, Pöbeleien, Rassismus… etc. bis hin zu Machtmissbrauch und Kriege sind die Auswirkung des Ganzen. Ich wünschte, wir würden uns wie Japaner verhalten und danach leben. Das würde unser Leben durchaus einfacher und gerechter gestalten.

Zudem muss man sich die Frage gefallen lassen, wie krank unsere Gesellschaft bereits ist. Ich habe dazu meine ganz persönliche Theorie aufgestellt und ich stehe Gottlob damit nicht mehr alleine da. Alle Welt berichtet von den Ausmaßen des Coronavirus, berechtigt finde ich. Von einer Pandemie wird immer wieder gewarnt… aber hat sich schon einmal jemand gefragt, ob wir uns nicht schon längst in einer solchen Pandemie befinden? Ja, ohne körperliche Krankheitssymptomen, aber mit deutlichen Anzeichen von erheblichen psychischen Problemen? 

Ist Ihnen überhaupt klar, wie ernst es inzwischen ist? Thüringen hat deutlich gezeigt, wie wir vor den braunen Karren gespannt worden sind. Und das, meine lieben Damen und Herren, ist nur die Spitze des Eisberges. 

Hanau zeigt uns gerade die verheerenden Ausmaße, die ein geistesverwirrtes Individuum angerichtet hat.

Ich bin der Meinung, dass radikalisierende Gruppierungen allesamt unter geistiger Verwirrtheit leiden. Im übrigen ist das auch Hitler attestiert worden. Der war ja mehr als geistig verwirrt und zudem noch hochgradig abhängig.  

„Die Zeit online“ hat zur geistigen Verfassung oder besser ausgedrückt, der Krankheit der Gesellschaft, einen Artikel verfasst, über den wir deutlichst nachdenken sollten. Meist kann man die Artikel nur lesen, wenn man angemeldet ist, daher stelle ich Ihnen diesen Artikel jetzt als PDF zur Verfügung, denn dieses Thema geht uns alle an und ist nicht nur der zahlenden „Elite“ vorbehalten.

Für alle anderen ist der Artikel im Original hier zu finden. 

Zitat der Zeit in der Analyse von Georg Seeßlen: Wie viele Menschen müssen noch sterben, bis damit begonnen wird, mehr als nur Symptome zu behandeln? Wie viele der lebenden Zeitbomben, die die Triade von Persönlichkeitsstörung, krankmachender Gesellschaft und faschistischer Drogierung immer weiter produziert, müssen noch explodieren, bevor aus Erschrecken und Empörung ein Projekt der demokratischen Renaissance wird? Wie viel Blut muss noch fließen, bis man den Ursprung der Krankheit erkennt: die zerrissene Mitte der Gesellschaft hinter der Maske der Normalität.

Fanatismus ist immer schon ein psychisches Defizit gewesen. Was daraus werden kann, haben die Ausmaße des zweiten Weltkrieges, sowie alle Kriege und Verfolgungstaten seit Anbeginn der Zeitrechnung uns verdeutlicht. 

Was Bitteschön muss also noch geschehen, damit wir endlich aufstehen und uns gegen diese schmutzige Suppe auflehnen? Warum schweigen die meisten immer noch? Warum wird dezent weggeschaut, wenn in Twitter wieder jemand in seiner Meinung demontiert, beschimpft und angefeindet wird? Sind wir nicht kuragiert genug oder leiden wir auch schon an Desinteresse? 

Wir, das heißt mein Mann und ich, nehmen das nicht hin. Wir lehnen uns auf und zeigen jedem, dass wir diese radikale und geistig verwirrte Suppe nicht zulassen werden. Wir werden uns nicht unterdrücken lassen!

Wir reden über Politik! Denn heute ist das mehr als notwendig. Und wir zeigen Flagge, indem wir an unseren Verkaufsständen und bei jeder Veranstaltung unser Schild aufhängen.

Der Verein, Gastronomie gegen Rassismus ist für dieses Logo zuständig. Mit einer geringen Gebühr kann man sich als Mitglied eintragen lassen und dieses Logo dann entsprechend nutzen.

2 Kommentare zu „Über Politik redet man nicht

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