Spam wird endlich persönlich…

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Jeder kennt die tägliche Flut von Spams in seinem Postfach? Jeden Morgen ist es für mich die erste Amtshandlung am Tag, die wichtigen E-Mails von dem Rest zu trennen und die Spams  zu löschen.

Was für ein hirnverbrannter Mist da manchmal ankommt, das ist schon nicht mehr feierlich. Nach den Afrika-Spams mit Millionen auf dem Konto und der Viagra-Thematik gegen den Dauerhänger bei Männern, die anscheinend momentan nicht so gefragt sind,  erhalten wir augenblicklich Bitcoins- und Aktienmails ohne Ende. Damit kann man im Handumdrehen sein missratenes, ärmliches  Leben in einen perfekten Millionärsstatus verwandeln. Die Jacht und die Villa  dazu haben ich mir schon einmal ausgesucht.
Auch der Bürgermeister Albel aus Villach möchte gerne nur schnell meinen Banking-Account wissen, damit er sich aus seiner misslichen Lage befreien kann:
Günther, wie soll ich es sagen… das tut mir aufrichtig leid, aber ich befinde mich gerade auf den Cayman Islands, meine Millionen vor dem Fiskus retten… du weißt ja, wie wichtig das ist. Daher kann ich momentan auch nichts für dich tun. Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder auf dem Golfplatz. Mein Handicap hat sich deutlich verbessert. 

Aber wieder zum eigentlichen Thema zurück…

Es ist kein Witz, irgendwie haben sich die schlauen Kandidaten bezüglich nichtssagenden und dilettantisch, aufgemachten E-Mails aus der Chefetage mit Supertips fürs Sexual- und Millionärsleben offensichtlich ausgetobt…

Nun wird es persönlich. Wie schon marketingstrategisch im Business auf vielfältige Art und Weise bereits gelebt, werden wir nun auch aus der Matrix der Spamwelt mit vertrauensfördernden Profilbildern (wahrscheinlich geradewegs auf diversen Partnerbörsen geklaut) zugemüllt.

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Ich bin schon sehr gespannt, wann uns die erste Zufriedenheitsanfrage in Sachen Net Promotor Score erreichen werden. Die wird bestenfalls dann so lauten:

  • Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie auch in Zukunft mit unseren Spams Ihren  Papierkorb zumüllen wollen?

oder…

  • Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unsere Spam-Mails an einen Freund, Kollegen oder Geschäftspartner weiterleiten?

und ganz Dreiste fragen dann womöglich:

  • Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unsere Produkt an Freunde, Kollegen oder Geschäftspartner weiterempfehlen werden?

Fakt ist: Es wird uns wohl auch in Zukunft nicht langweilig werden. 😉

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