Sankt Peter-Ording – endlich!

Tja, wenn man sich etwas in den Kopf setzt, dann wird es schwierig, diesen Gedanken wieder los zu werden. So geht es mir mit Sankt Peter-Ording – ich will um jeden Preis dort  hin… doch es will einfach nicht klappen. Zweimal bin ich sogar in der Nähe, aber der nächste Termin steht an und ich hetze vergeblich nach Hause, anstatt eine Zwischenstation einlegen zu können.

So vergehen Monate des schönsten Sommers überhaupt und mit jedem Monat wird mein Frust größer. Bin ich nur noch da, um zu arbeiten und um Verpflichtungen einzuhalten?

Ich würde sonst was darauf geben, diesen weiten Sandstrand zu genießen. Ehe ich mich versehe, befinden wir uns schon im Herbst. Inzwischen steht längst meine Fahrstrecke fest – ich will es über Land versuchen, um den lästigen Staus um Bremen und Hamburg auszuweichen. Die Fähre bei Brunsbüttel soll es sein und dann weiter hoch in den Norden. Auf die A 27, an Bremerhaven vorbei und mit der Fähre Wischhafen – Glückstadt die Elbe überqueren. Leider existiert die Fähre Cuxhaven – Brunsbüttel nicht mehr, die ist April diesen Jahres insolvent gegangen. Von Wischhafen kann ich dann geradewegs auf die A 27, Richtung Heide fahren und dann ist es, wenn ich das Eidersperrwerk passiert haben, nicht mehr weit bis Sankt Peter-Ording.

Das Wetter bleibt, trotz Herbstanfang, stabil und immer noch wunderschön – es ist nicht mehr so heiß. Ich verwerfe trotzdem immer mehr den Gedanken an Sankt Peter-Ording… Kurz nach meinem Geburtstag jedoch kommt mein Mann zu mir und erzählt mir von Sankt Peter-Ording. Er wäre so gerne mit mir für ein paar Tage zum Ausspannen hingefahren… Unser einziges freies Wochenende steht gerade vor der Tür, wir brauchen daher arbeitstechnisch momentan nichts vorbereiten. Das Wetter soll in den nächsten Tagen zwar nicht das tollste sein, aber die Temperaturen sind moderat und regnen soll es auch nicht. Wir schauen uns beide an. Da ist sie, die Chance! Und wir ergreifen sie beim Schopf und beschließen kurzerhand hochzufahren. SUPERFREU!!!!

Das bedeutet für uns, um fünf Uhr aufzustehen. Wir wollen zeitig los, denn wir wissen nicht, wie lange wir unter Umständen an der Fähre, wegen zu hohem Verkehrsaufkommen, warten müssen.

Das Wetter ist traumhaft und wir fahren direkt in den Sonnenaufgang.

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Wir nehmen meine Strecke und sind über vier Stunden unterwegs, obwohl wir kaum auf die Fähre warten müssen und ansonsten die Straßen auch frei sind. Aber es ist halt Landstraße und da braucht man doch schon eine Weile.

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Ganz schöne Hammertour, aber egal – der Strand ruft!

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Als wir ankommen ist es bedeckt und windig. Die Wolken reißen jedoch immer wieder auf und die Sonne kommt heraus.

Cool, wie in den USA, können wir am Strand parken und die Nase des Autos in den Wind halten. Und der Strand, wahnsinnig! Schaut euch mal diese Weiten an – einfach nur traumhaft! Um die Jahreszeit und auch zu dieser frühen Stunde – kaum ein Mensch ist zu sehen.

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Wir beginnen unseren langen Fußmarsch und toben mit Georgia, unserem Hund, am Strand entlang.

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Wir haben viel Wind, der aber treibt die Regenwolken schnell in das Landesinnere  und wir bleiben glücklicherweise verschont, Regen abzubekommen. Durch die Regenwolken  ergeben sich echt schöne Eindrücke, die ich gleich mittels meiner Linse festhalte.

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Georgia fühlt sich pudelwohl – sie schmeißt sich ständig rücklings hin und wälzt sich ausgelassen auf dem Sand.

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Momentan haben wir Ebbe.

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Wie schnell man im Schlick versinkt, das erkennt man gut an dem Traktor – den hat’s nämlich arg erwischt.

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Doch im Laufe des Tages wird sich das Bild von Ebbe noch deutlich ändern…

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Gegen Mittag legen wir unsere erste Pause an unserem Auto ein. Georgia bekommt ihr Frühstück und wir verputzen unseren selbst gemachten Kartoffelsalat und genießen dazu verschiedene Käsesorte und Weintrauben.

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Nach unserer Pause geht’s weiter den Strand entlang. Wir wollen mal nach dem Traktor schauen. Inzwischen ist nämlich die Feuerwehr dabei, ihn irgendwie zu sichern, ja vielleicht, bevor die Flut einsetzt, auch noch zu bergen.

Als wir ankommen, sehen wir sie schon – die Flut. Wow, wie schnell die gekommen ist…

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Die Feuerwehr schafft es nicht, den Traktor rauszuziehen. Unverrichteter Dinge müssen sie zurückweichen, bevor die Flut auch ihre Einsatzfahrzeuge gefährden kann.

Indes schmeißt sich Georgia zum hundertsten Mal in den Sand…

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Nachmittags bemerken wir unsere Knochen nach dem langen Spaziergang am Meer. Irgendwie sind wir ausgepowert. Wir kehren für einen Kaffee ein und auch Georgia will nur noch schlafen. Ich schmeiße ihr meine Jacke drüber, denn bei dem Wind kühlt man schnell aus – sie zittert schon.

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Inzwischen drückt das Wasser mächtig auf die Küste und die Flut stellt sich nun massiv  ein. Grandiose Wellen erreichen den Strand.

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Wo wir vorhin noch hinterher gehen konnten, sind jetzt schon nur noch Wassermassen und Wellen zu sehen. IMG_1658.jpg

Die Kite-Surfer haben nun jede Menge Spaß in den Wellen.

Gegen Abend fahren wir, mit unseren wundervollen Eindrücken und jeder Menge Fotos  im Gepäck, zurück nach Hause. Dieses Mal nehmen wir die Strecke über die Autobahn, an Hamburg und Bremen vorbei.

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Wir haben Glück und kommen gut durch.

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Zuhause fallen wir allesamt nur noch auf’s Sofa… und Georgia schläft so was von tief und fest ein – wir allerdings wenig später ebenso.

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Schön war’s – wir kommen ganz sicher wieder!

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Übrigens, überall am Strand sind Hunde gern gesehen, vorausgesetzt,  sie sind angeleint. Es gibt auch ausgewiesene und lange Hundestrandabschnitte, wo Hundimandi frei laufen kann. Wichtig sind die Strandkorb-Areale, die sind für Hunde nicht gestattet. Wenn man das beachtet, dann ist man auf der sicheren Seite. Also mit Hund ist Sankt Peter-Ording wirklich zu empfehlen.

Hier erfahrt ihr alles über die Hundestrände in Sankt Peter-Ording.

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