Tag vier für zwei

Es geht wieder um das Thema unserer Hunde und dessen Vergesellschaftung.

Heute ist es der vierte Tag, die Beiden scheinen sich immer mehr zu verstehen. Der Zickenkrieg ist auf ein Minimum reduziert – heute hat Georgia nur einmal etwas zu beanstanden gehabt. Gina fügt sich, sie bleibt stark und widerspenstig, aber sie tritt rechtzeitig zurück, wenn es gerade nicht passend ist.

Gestern war ein spannender Abend. Zum ersten Mal ist Gina dem besten Freund von Georgia begegnet. Und Elmo kam erst einmal gar nicht auf den Brausewind klar. Gina auch nicht, sie bellte wie wild und gab einfach keine Ruhe. Gegen Elmo hat sie nicht die geringste Chance. Elmo hat ein Kampfgewicht von 65 kg und er kann richtig, richtig böse werden. Gina zog sich irgendwann zurück, kaute an ihrem Knochen herum und Elmo und Georgia spielte miteinander.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch Elmo irgendwann Gina vollständig akzeptieren wird und Gina dann keine Angst mehr vor ihm haben wird.

Mir hängt Gina selbstverständlich weiterhin, wie ein Schatten, am Fuss. Sie weicht nicht von mir. Egal wo ich hingehen, sie springt sogar aus dem Tiefschlaf auf, um mich zu verfolgen. Manchmal geht mir das auf den Keks, aber Georgia, ich erinnere mich noch gut, war nicht anders. Das ist die Form von Sicherheit, was sich die kleinen Wesen geben wollen. „Verlasse mich bloß nicht… ich bleibe auf Schritt und Tritt bei dir, damit das nicht passiert“. Verständlich, ich würde es, wenn ich ein Hund wäre, durchaus nicht anders handhaben☺️.

Gina ist ein Brausewind, sie nimmt zwei Stufen auf einmal. Beruhigen lässt sie sich kaum, ständig ist sie dabei und wuselt um mich herum. BEständig versucht sie mich anzuspringen oder die Pfoten auf meine Oberschenkel zu legen, wenn ich sitze oder sie streicheln will. Und beständig weise ich sie damit ab. Nehme ihre Füßchen wieder runter… schwupp, hängt sie wieder auf meinem Schoß. Irgendwann darf sie das auch. Nur momentan nicht. Sie muss unsere Regeln achten, dann lasse ich in bestimmten Dingen los – aber ganz sicher nicht vorher. Und das kostet Kraft, oha!

Spazieren gehen mit den Beiden, das klappt verhältnismäßig gut. Insbesondere heute. Gestern hat Gina mir die Schulter gerissen, wahrscheinlich habe ich einen Muskelfaserriss oder was weiß ich – die Nacht verlief nur unter Schmerzen. Morgen geht’s damit zum Arzt. Ich kann die Schulter nur noch unter Schmerzen bewegen. Daher war unser erster gemeinsamer Spaziergang spannend. Ich kann mich nicht bewegen, Gina hängt am Gurt und Georgia muss funktionieren. Ihr habe ich vorher schon beigebracht, auf Kommando nur links zu gehen. Und mein Mädel war heute so grandios darin. Kein Verheddern der Leinen – auch Gina hatte es irgendwie bemerkt… sie ist auch ganz brav nur rechts gelaufen. Ein Traum, sage ich euch!

Georgia kann inzwischen unterscheiden, wer nun gerade von mir getadelt wird. Am Anfang hat sie sich gleich zurückgezogen. Jetzt sieht sie genau, mit wem ich gerade spreche – der Augenkontakt ist dabei einfach wichtig. Das ist gut so, das erhält ihr ihre Gelassenheit und Ruhe.

Für mich als große Aufgabe ist es, beiden gerecht zu werden. Denn beide sind völlig auf mich, als Leittier, fixiert und das ist gar nicht so leicht. Beide kommen gerannt und wollen Liebe von mir. Nur Gina ist stürmisch, damit war Georgia am Anfang echt überfordert. Inzwischen ist Gina etwas ruhiger geworden – daher klappt die geteilte Liebe inzwischen immer besser. 😊

Und Georgia lässt nun auch so einiges von Gina zu. Gina darf mit auf das Sofa… ja, ich weiß, sollte man eigentlich nicht. Aber wir genießen unsere Sofasession jeden Abend. Denn dann tritt Ruhe ein… wenn denn Gina dann auch mal zur Ruhe kommt. Die macht ein Aufriss, wenn die auf unsere Sofa kommt. Dann dreht die sich hundert Mal um ihre eigene Achse, alle Füße von sich gestreckt, hoch, runter, hin- und her – der absolute Wahnsinn. Wenn ihr „Anfall“ vorbei ist, dann können wir gemeinsam schmusen.

Das Bett allerdings wird immer nur unser Bett bleiben. In unser Schlafzimmer kommt kein Hund! Gina akzeptiert es, wenn sich die Schlafzimmertür schließt. Sie sucht dann recht zeitnah auch ihr Schlafgemach auf und es tritt Ruhe auf unserem Hof ein.

Ich hoffe immer mehr, dass uns die Integration von Gina gelingt. Wenn die beiden dann noch den Anreiz finden, gemeinsam zu spielen, dann haben wir unser Ziel erreicht.

2 Kommentare zu „Tag vier für zwei

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    1. Von mir fällt auch irgendwie mehr und mehr die Last ab. Zeitweise sah das bei den beiden nicht gut aus. Um nicht aufzugeben, habe ich mir einfach nur die positiven Dingen hervorgeholt. Das Negative wurde von mir ignoriert. Und inzwischen macht Gina echt massive Fortschritte. Es klappt immer besser 😉

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