Geschmacklos: Kulturelle Aneignung ist anscheinend gesellschaftlich inakzeptabel

Ich muss mich wirklich zusammenreißen, ich beschimpfe niemanden, gerate auch bei diesem Thema nicht unnötig in Wallung und verbreite jetzt mal meine MEINUNG und IRONIE dazu im Orbit:

Lasst euch das genau durch die Hirnwindungen gehen: Bei weißen Individuen handelt es sich lediglich um kulturelle Aneignung, wenn sie sich offensichtlich nicht genieren, Dreadlocks tragen! Und sie können somit nicht auf Veranstaltungen bei „Fridays for Future“ akzeptiert werden. In Persona bin ich also lediglich eine in dieser Gesellschaft geduldete kulturelle Aneignung!

Gegenstand meiner völligen Entrücktheit ist eine Aktion von „Fridays for Future“. Ich frage mich gerade, ob die nicht doch zu viele Likes und Sympathie von mir bekommen haben.

Die Musikerin Ronja Maltzahn (weiße Hautfarbe und Trägerin von Dreadlocks) wollte bei einer „Fridays for Future“-Demonstration in Hannover auftreten. Man sagte ihr ab, mit folgender Begründung, entnommen der DPA und erschienen im Artikel in der Frankfurter Allgemeine, am 23.03.2022, wörtlich übernommen:

Fridays for Future Hannover erklärte zu der Absage, es sei wichtig, Schwarzen, indigenen Menschen und People of Color einen Raum innerhalb der Klimagerechtigkeitsbewegung zu geben. Das Auftreten einer weißen Person mit Dreadlocks könne den Eindruck erwecken, dass es in der Klimaschutzbewegung für diese Menschen keinen geschützten Raum gebe, in dem Diskriminierungen abgebaut würden. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, Ronja Maltzahn abzusagen“, hieß es in der Mitteilung.

Was allerdings das Fass richtig zum Überlaufen bringt, ist die Tatsache, dass sie Ronja Maltzahn auch noch, generös wie sie offenbar sind, vorgeschlagen haben, sie könne durchaus bei der Demonstration auftreten, falls sie sich die Haare abschneiden würde. Waaaas bitteschön????

Von Diskriminierung und menschenverachtenden Maßnahmen haben diese Aktivisten allerdings noch nichts gehört, oder wie müssen wir weiße Menschen mit Dreadlocks das jetzt verstehen?

Und tschüss, liebe Fridays for Future – Aktivisten!

Euren geschützten Raum könnt ihr euch gefälligst in euren Allerwertesten stecken. Daran könnt ihr meinetwegen ersticken. Von mir bekommt ihr keinerlei Zuspruch mehr. Ich bin darüber mehr als fassungslos und entsetzt und im Höchstmaß auch traurig! Damit habt ihr die Grenze des Geschmacklosen weitaus überschritten.

Dreadlocks sind in den USA ein Widerstandssymbol der Bürgerrechtsbewegung schwarzer Menschen geworden und mit diesen Menschen habe ich das Recht zu sympathisieren, indem ich auch Dreadlocks trage!

Geht es euch eigentlich noch gut, liebe Aktivisten der „Fridays for Future“ – Bewegung? Ich behalte mir das Recht vor, dagegen rechtlich vorzugehen. Das verstößt im Höchstmaß gegen das Gesetz der Menschenwürde (Dreadlocks zu tragen, ist ein freies Recht auf Entfaltung!) und stellt zudem einen empfindlichen Eingriff in die Privatsphäre jedes weißen, mit Dreadlocks ausstaffierten Menschen, dar!

Die Situation wird auch nicht dadurch entschärft, dass man dies offenbar seitens Fridays for Future noch erkannt hat und sich bei Ronja Maltzahn für die Vorgehensweise entschuldigt hat.

Die gesamte Stellungnahme von Fridays for Future könnt ihr hier lesen.
Meine Meinung dazu: Sogar in eurer Stellungnahme verliert ihr offensichtlich völlig die Bodenhaftung!

Das ist keine Zukunft, liebe Fridays for Future – Aktivisten: Das ist geschmacklos!

4 Kommentare zu „Geschmacklos: Kulturelle Aneignung ist anscheinend gesellschaftlich inakzeptabel

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  1. Ganz abgesehen davon, dass Dreadlocks in vielen Kulturen üblich sind. Ich erinner mich an einige Yoga-Begeisterte, die nach ein paar Wochen wieder aus Indien zurückgekehrt sind.
    Ich freu mich, wenn Grenzen eingerissen werden und lautstarke Dogmatiker ziehen neue durch die Köpfe.
    Liebe Grüße
    Sabine

    Gefällt 1 Person

  2. Irgendwann gewinnen halt in fast jeder Organisation die Prinzipienreiter die Oberhand. In wievielen Wohnungen von denen steht ein Buddha, wieviele haben chinesische Schriftzeichen tätowiert? Es ist einfach lächerlich, fast schon faschistisch.

    Gefällt 1 Person

    1. Das ist diskriminierend und geht völlig am Thema vorbei. So spaltet man die Gesellschaft. keine Ahnung, was die in ihrem Selbstverwirklichungstrip nicht mitbekommen haben. Wahrscheinlich laufen die bereits völlig blind durch die Weltgeschichte, ohne zu berücksichtigen, dass wir alle Menschen sind und das Recht genießen wollen uns frei zu entfalten. 😉 Ronja einen Auftritt zu verwehren, weil es gerade in ihr Regenwald brennendes und von Plastik zugemülltes Weltbild passt, ist allerdings ziemlich grenzwertig und menschenverachtend und sollte daher beobachtet werden. Wir haben schon genug Probleme, wenn dieser Kriegsverbrecher nicht zu bremsen ist, wird uns bald der Hintern brennen und keiner denkt dann mehr an brennende Regenwälder.

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